Rutenklassen
Es gibt verschiedene Klassen von Fliegenruten. Diese werden nach dem sogenannte internationalen AFTMA-Klassenschema eingeteilt. Das Schema wurde von der American Fishing Tackle Mafucaturers Association (AFTMA) erstellt.
Die Einteilung erfolgt nach der mit der Rute werfbaren Schnurklasse. Man unterscheidet auch zwischen Einhand- und Zweihandruten. Zweihandruten werden häufig verwendet wenn man große Fische fangen möchte (zum Beispiel den atlantischen Lachs). Die Klassenstufen sind von 1 bis 12 durchnummeriert.
Klasse 1 stellt dabei eine sehr leichte Rute dar für die viel Gefühl aufgewendet werden muss beim Werfen. Bei einer Rute der Klasse 12 handelt es sich eher um ein grobes Gerät, dass meistens auch auf Hoher See für große und schwere Fische verwendet wird. Häufig deckt eine spezielle Rute gleich mehrere Klassen ab. Gängig sind Ruten die die Klassen 6, 7 und 8 abdecken. Sobald man sich für eine bestimmte Rute in einer bestimmten Klasse entschieden hat richtig man normalerweise sämtliches anderes Zubehör wie Rolle und Fly-Line nach der Rutenklasse aus.
Aktuelle Fliegenruten werden heut zu Tage meistens aus Kohlefaster hergestellt. Manchmal wird auch noch Hohlglas verwendet, welches allerdings den Nachteil hat, dass es schwerer ist und in der Aktion auch langsamer. Von einigen Fliegenfischern wird auch eine Rute aus speziellem Bambus bevorzugt. Es handelt sich dabei um gepliesstem Bambus der Art Arundinaria Amabilis, die besonders viele Fasern enthält. Solche Bambusruten erfordern auch eine spezielle Wurftechnik. Man sagt, dass die Bambusruten insgesamt steifer und schneller sind, sofern man die angepasste Wurftechnik beherrscht.


